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Interview mit dem anerkannten Steuerfachmann Denis Hippke PDF Drucken

„Urteil im Fall Hoeneß hat Konsequenzen – schon bei geringen Summen werden nun Strafverfahren eingeleitet“

Die Finanzämter verzeichnen nach eigenen Angaben in diesem Jahr sprunghaft ansteigende Zahlen bei den Selbstanzeigen von Steuerbetrügern. Das ist nach Einschätzung von Steuerberater Denis Hippke aus der hannoverschen Kanzlei W. Hippke & Partner aber nur ein Ergebnis des Verfahrens gegen Uli Hoeneß. „Ein anderes wird sein, dass es noch mehr Verfahren gegen Verdächtige geben wird“, sagt Hippke in einem ausführlichen Interview. Das sei bereits ein Trend der vergangenen Jahre gewesen, der sich weiter verstärkt habe.

Steuerhinterziehung würde mittlerweile von den Strafverfolgungsbehörden mit Betrug oder Untreue gleichgesetzt. Früher sei es vor allem darum gegangen, die Steuerschuld einzutreiben. „Nun werden schon bei geringen Summen Strafverfahren eingeleitet“, berichtet Hippke, der in dem Gespräch auch erklärt, warum viele Steuerbetrüger, die Ihr Geld in die Schweiz gebracht haben, am Ende deutlich draufzahlen werden, warum die Motivation eines Steuerbetrügers für seine Selbstanzeige aus Sicht der Behörden keine Rolle spielt - und aus welchen Gründen eine derartiges Vorgehen unkomplizierter als vielfach dargestellt ist.

Zu dem gesamten Interview...