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Am Steintor und in der Goethestraße wird es eng PDF Drucken

Ab Himmelfahrt wird das Steintor für 16 Wochen zur Sperrzone für jeglichen Verkehr. Der Neubau der Stadtbahntrasse soll möglichst ungestört vorangetrieben werden. Die Infra hat ihre Planungen nun den Anwohnern vorgestellt - eine ausführliche Pressekonferenz dazu folgt im Mai, bevor es an Himmelfahrt richtig los geht. Zudem gibt hannover.contex 4.0 auch in diesem Jahr wieder alle zwei Monate für die infra die Anliegerzeitung Nachbargleis heraus, die an alle Anwohner rund um die Baustelle verteilt wird und aktuell informiert. Die oberirdische Stadtbahntrasse in der Innenstadt barrierefrei zu machen ist ein mühsames Unterfangen.

Immerhin sind die ersten Erfolge sichtbar: An der Ostseite der Kurt-Schumacher-Straße bekommen Passanten eine Ahnung davon, wie qualitätsvoll der Straßenraum nach dem Umbau aussieht. Um die Bauarbeiten zügig abwickeln zu können, wird die Regionstochter Infra in Absprache mit der Stadt den gesamten Bereich zwischen Scholvinstraße und Kurt-Schumacher-Straße ab 25. Mai (Himmelfahrt) bis zum 17. September für Stadtbahnen und Autos vollsperren. Nur Lieferfahrzeuge dürfen sich noch Wege zu den Geschäften suchen, Umzugswagen zu den Anliegern, wenn Umzüge anstehen. "Wir wissen, dass das eine enorme Belastung ist", sagte Infra-Chef Stefan Harcke . Schwierig bleibt es auch in der Goethestraße. Seit einem Jahr dauern dort die Tiefbauarbeiten an, vor allem die Stadtentwässerung verlegt Hausanschlüsseief im Untergrund, die Fahrbahnseite Richtung Innenstadt ist voll gesperrt. Die Arbeiten liegen mehrere Wochen hinter dem Zeitplan. Mitte Februar sollen sie abgeschlossen sein, dann kommt eine provisorische Asphaltdecke. Doch dann geht es ab März auf der anderen Seite weiter: Vollsperrung. Sonderreglungen werden für das Eichamt nötig sein, das täglich von Lkw mit zu eichenden Gewichten angesteuert wird. Aber auch Geschäftsleute bangen längst um ihre Existenz. "Insgesamt drei Jahre Baustelle - ich merke die Umsatzrückgänge", sagte eine Gastronomieinhaberin in der Versammlung. Von mehreren Teilnehmern gab es Verärgerung, dass nicht schnell genug gearbeitet würde, die Arbeiter stünden oft nur herum oder machten lange Kaffeepausen. Die Infra und die Baufirma Transtec wiesen das zurück. Infra-Chef Harcke wies darauf hin, dass es die Möglichkeit zu Betriebserhaltungszuschüssen gebe, wenn Existenzen bedroht seien. Denn die Arbeiten auf der stadtauswärts führenden Seite werden bis November dauern - mindestens, wenn es nicht wieder Verzögerungen gibt.

Sorgen macht den Geschäftsleuten an der Münz- und Goethestraße im Knick zwischen Lange Laube und Brühlstraße vor allem die Haltesituation nach dem Umbau. Es sind keinerlei Halteplätze für Lieferfahrzeuge eingeplant, obwohl etliche Geschäfte dort ansässig. Stattdessen hat die Stadt großzügig Fahrradabstellplätze auf dem breiten Fußweg eingeplant. Harcke verwies Kritiker an die Stadt. Die Planung sei abgeschossen und per Planfeststellungsverfahren genehmigt. "An den Grundzügen der Planung ändert sich jetzt höchstens noch die Farbe des Pflasters", sagte er, "aber wir sind nur die Ausführenden, wenden Sie sich bitte an andere Stellen." 2018 soll das Gesamtprojekt abgeschlossen werden. Dann ist die einzige vollständig oberirdische Stadtbahntrasse in Hannover komplett barrierefrei, wie es der Gesetzgeber verlangt.